1948
Eine Bewilligung für die Benutzung der Emmersbergturnhalle
und des Sportplatzes einmal pro Woche wird erteilt. An den Schweizermeisterschaften
wird Ernst Sorg über 10000 m Vierter, der LCS in der Olympischen
Staffel in der Kat. B Erster.
1950
Die Bewilligung für die Benutzung der Emmersberganlage wird
wieder entzogen. Begründung: Überlastung der Anlagen.
Erst noch energischer Einsprache werden die Halle und Anlage wieder
freigegeben.
Otto Eichenberger wird an den SM der Junioren Meister über
300 m.
1952
Hans Studer erkämpft sich an der SM über 10000 m die Broncemedaille.
1953
Der erste LCS-Präsident, Max Huber, tritt zurück. Der
erst 23-jährige Jock Müller aus Gächlingen wird zum
Nachfolger gewählt.
1954
Erste Qualifikation eines LCS-lers für einen internationalen
Grossanlass: Hans Studer belegt an den Europameisterschaften im
Marathon in Bern in 2:58:22,0 Rang 22. Erster Schweizermeistertitel
durch einen LCS-ler bei den Aktiven: Otto Eichenberger, der vorübergehend
für die GG Bern startet, wird über 400 m Meister. Aus
den Akten des Stadtarchiv geht hervor, dass der LCS auf Anfrage
einen Beitrag von Fr. 200.- an die Abzeichen für die Regionalen
Geländelaufmeisterschaften erhält.
1956
Schweizer Marathonmeisterschaft in Schaffhausen: Hans Studer gewinnt
im LCS-Dress vor heimischem Publikum den SM-Titel.
1958
Gründung der Damenabteilung im LCS. Das «Amerika Meeting»
mit dem damaligen 200 m Weltrekordhalter Ray Norton lockt über
1000 Zuschauer auf den Emmersberg-Sportplatz.
Das Trainingscamp im Rheinhardwald wird eröffnet. Als Garderobe
dient ein kleines Waldarbeiterhäuschen.
1959
Erster Schweizerrekord für einen LCS-Ier durch Kurt Joho über
100 m in 10,4 in Friedrichshafen.
1960
Erster Schweizermeistertitel bei den LCS-Damen durch Arlette Küng
über 100 m.
Erste Austragung «dä schnällscht Schaffhuser Bölle»
auf der Emmersberg-Wiese. Es wurde auf zehn nebeneinanderliegenden
Bahnen gelaufen.
Gründung der Freien Riege, die von Werner Sauter geleitet wird.
Das Schaffhauser Volk sagt (knapp) ja zum Kredit für die Munotsportanlage.
1961
Erster Spatenstich für Munotsportanlage.
1962
Clubwertkampf im Olympiastadion von Berlin gegen eine Berliner Auswahl.
1963
Die neue Munorsportanlage wird eröffnet, womit die Grundlagen
für einen umfassenden leichtathletischen Trainings- und Wettkampfbetrieb
geschaffen werden. Jack Müller tritt als Präsident zurück,
um sich vermehrt seiner Traineraufgabe widmen zu können.
1964
Meta Antenen gewinnt den ersten ihrer insgesamt 32 Schweizermeistertitel.
Die indische Olympiamannschaft tritt am 18. August auf der Munotsportanlage
vor über 1000 Zuschauern an.
Zwei aktive LCS-Mitglieder machen ausserhalb der Aschenbahn Schlagzeilen:
Marianne Gossweiler gewinnt an den Olympischen Spielen in Tokyo
die Silbermedaille im Dressurreiten, Werner Weber gewinnt zwei Etappen
an der Tour de Suisse.
1965
Erster Schweizermeistertitel in der Staffel durch Ursula Fischer,
Arlette Küng, Vreni Schoch und Meta Antenen über 4x100
m.
Der LCS organisiert drei internationale Wettkämpfe:
- Meeting mit Beteiligung aus N, SF, etc.
- Clubwettkampf LCS - Oetigheim (D)
- LCS/LCZ-Damen gegen Sussex (GB) vor 1500 Zuschauern mit Radio/TV-Präsenz.
1966
Zweifacher Goldmedaillengewinn von Meta Antenen an den Europäischen
Jugend spielen im Fünfkampf und im 80-m-Hürdenlauf in
Odessa.
Hürdenmeeting auf der Munotanlage vor 600 Zuschauern mit 68
HelferInnen. Der LCS wird 20 Jahre alt und niemand merkt es.
1967
Der Kantonale Leichtathletikverband (KLV) organisiert zusammen mit
dem LCS einen Vergleichswettkampf Schaffhausen - Tirol. Dieses Ereignis
wird als weiterer Schritt zur Gründung eines einheitlichen
Verbandes in der Schweiz für die Leichtathletik gewertet.
1968
An der Olympiade in Mexiko belegt Meta Antenen den 8. Rang im Fünfkampf,
ihr damaliger Freund Thomas Wieser vom TV Schaffhausen springt im
Vorkampf lediglich 2,03 m im Hochsprung.
Der LCS belegt an den Schweizerischen Vereinsmeisterschaften (SVM)
in der Gesamtwertung den 6. Rang. In den drei Kategorien Männer
B/C Frauen B und Junioren 2 gewinnen die LCS-ler jeweils mit Rekordpunktzahl.
Die Alusuisse stellt im Winter jeweils über das Wochenende
eine Fabrikhalle in Neuhausen für das Sprint- und Hürdentraining
zur Verfügung.
1969
An den Europameisterschaften in Athen brillieren zwei LCS-Ier: Meta
Antenen gewinnt im Fünfkampf die Silbermedaille, Hansjörg
Wirz dringt über 400 m Hürden überraschend in den
Final vor und erreicht den 4. Rang.
An den Kantonalen Meisterschaften von Schaffhausen werden erstmals
auch die Damen und Mädchen zugelassen. Weltrekord von Meta
Anrenen im Fünfkampf in Liestal. Ende Sommer findet die Aufrichtete
der neuen Waldhütte Stäck statt. Der Schaffhauser Zehnkampf-Olympiasechste
von 1936, Armin Guhl vom TVS, stellt sich im LCS als Werfertrainer
zur Verfügung.
1970
Gründung einer Leichtathletikschule für Knaben ab dem
12. Altersjahr mit einem Trainingsangebot am Donnerstagnachmittag.
20 Jahre später wird diese Idee im LCS erneut aufgenommen.
1971
Meta Antenen gewinnt ihre zweite Silbermedaille an den Europameisterschaften,
diesmal im Weitsprung (6,73 m) in Helsinki. Gründung der Hilfskasse
zur verstärkten Unterstützung der Spitzen- und Nachwuchssportler.
Diese wird aus Jugend + Sport-Geldern, welche die Trainer damals
(und auch heute noch) dem Verein zur Verfügung stellen, gespiesen.
Aktionen wie Markstein setzen an der Forchstrasse, Hefte sortieren
für den berühmten Komponisten Paul Burkhard bringen einen
weiteren Zustupf.
25-jähriges Bestehen des LCS wird durch einen grösseren
Artikel in den Schaffhauser Nachrichten (SN) gewürdigt.
Am 20. August wird der Schaffhauser Kantonale Leichtathletikverband
(SKLV) gegründet. Neben dem Präsidenten Ruedi Braun werden
drei weitere LCS-ler in den Vorstand gewählt (Georg Schellenberg,
Vreni Möckli, Paul Dannmeier).
1972
Für die Olympiade in München werden gleich zwei LCS-ler
selektioniert: Hansjörg Wirz über 400 m Hürden und
Meta Antenen im Weitsprung, wo sie den 6. Rang erreicht.
1974
Schweizerrekord durch die LCS-Damen über 4x100 min 46,1.
Der LCS organisiert in Neuhausen die Schweizermeisterschaften im
Cross.
1975
lsabella Lusti erzielt mir 6,65 m Weltjahres-Bestleistung, nur 8
cm unter dem Schweizerrekord von Trainingspartnerin Meta Antenen
und nur 19 cm unter dem Weltrekord von Heide Rosendahl.
1976
Schweizermeisterschaften Damen-Mehrkampf werden unter Leitung von
Hansjörg Wirz und Christian Jacober auf der Anlage in Winterthur
vom LCS durchgeführt. Die Stadt Schaffhausen zahlt an das Defizit
von Fr. 692.85 einen Beitrag von Fr. 300.-.
1977
Erste Teilnahme an der Guggenbühlstafette in Basadingen wird
mit dem ersten Sieg eröffnet.
30-Jahr-Jubiläum wird mit einer Abendunterhaltung im Kronenhof
gefeiert. Hansjörg Wirz wird zum Chef Ressort Leistungssport
im Schweizerischen Leichtathletik-Verband (SLV) gewählt und
tritt als Technischer Leiter im LCS zurück.
1978
Die Marathon-Schweizermeisterschaft erlebt in Schaffhausen einen
Grossaufmarsch. Rund 7000 Zuschauer säumen die Strasse zwischen
Lindli und Büsingen und erleben die erste Titelvergabe an eine
Frau (Marijke Moser).
Hansjörg Wirz wird Technischer Direktor im SLV.
Die beiden Kantonalverbände aus Schaffhausen (SKLV) und Thurgau
(TLAV) schliessen sich enger zusammen und führen am 20./21.
Mai erstmals gemeinsame Meisterschaften durch: «Die sympathischen
Sportler vom LC Schaffhausen schnappten uns Thurgauern wohl eine
stattliche Zahl von Medaillen weg, trieben aber viele unserer Athleten
zu Sonderleistungen . «(Zitat Thurgauer Zeitung).
Das Clubheft erscheint in einem neuen Outfit, das bis 1995 beibehalten
wird.
1979
Die Delegiertenversammlung des SLV wird in Schaffhausen durchgeführt.
Werner Sauter, erster Trainer und Technischer Leiter des LCS, stirbt
leidet viel zu früh.
Der Waldlauf wird zum ersten Mal von insgesamt zwölf Durchführungen
unter Leitung des Ehepaares Marcel und Hildegard Vetter, Emil Bühlmann
und Günter Anderer gestartet.
Beim ersten Schaffhauser Stadtlauf wird Markus Ryffel erst im Endspurt
vom kenianischen Weltklasseläufer Kip Rono geschlagen.
1980
Rücktritt von Isabelia KeIIer-Lusti vom Spitzensport noch einer
schweren Muskelverletzung, womit sie auch auf die Teilnahme an der
Olympiade in Moskau verzichten muss.
Die Stadtlaufserie mit Weltklasseathleten wie Markus Ryffel, Thomas
Wessinghage, Emil Puttemans, Cornelia Bürki, Grete Waitz wird
von OK-Chef Christian Jacober zum zweiten Mal nach Schaffhausen
gebracht. Wegen der finanziellen Belastung wird auf eine Wiederholung
verzichtet.
1981
Gründung des «Bsetzi», der wie der ”Bölle»
zu einer Institution in Schaffhausen wird und Jahr für Jahr
rund 1000 Teilnehmer-Innen anziehr.
1984
Einweihung der grossen Dreifachturnhalle in der Breite, in welcher
der LCS ein Wurfnetz installiert und damit auch im Winter Speer-
und Diskuswerfen trainieren kann. Mit dem modernen Spesenkonzept
werden neben dem Nachwuchs (Beitrag an Trainingslager, etc.) die
Leistungssportler im LCS gezielt gefördert, insbesondere im
Bereich Massage, Ernährung, Trainingslager, etc. 25. Austragung
des «Schaffhuser Bölle».
1985
Gründung des Fan-Clubs.
LCS-Vizepräsident Gusti Munz wird Präsident des Schaffhauser
Kantonalen Leichtathletik Verbandes (SKLV).
lnformationsabend über das Thema Ernährung lockt 300 Teilnehmerlnnen
an.
1986
Initiant und Gründungspräsident Max Huber stirbt am 23.4.1986.
Einweihung der neuen Tartanbahn mit dem 1000x1000 m Weltrekord bei
unbeschreiblicher Stimmung auf der Munotsportanlage.
Rund 40 Athletinnen sowie die Trainer und der Technische Leiter
(Peter KnöpfIi) von der LG Schaffhausen-Buchthalen verstärken
den LCS massgeblich und führen einen Aufschwung herbei.
1987
Aufstieg der Damenmannschaft in die Nationalliga A auf der heimischen
Munotsportanlage mir dem neuen Tartanbelag. Erstes Munotmeeting
knüpft an die alte LCS-Tradition an, den Schaffhausern auf
der Munotsportanlage nationale Spitzenleichtathletik zu zeigen.
1988
Parallel zum sportlichen Aufschwung verstärkt sich der LCS
auch strukturell mir der Schaffung des Amtes eines Nachwuchschefs
(Hanspeter Walder), Läuferchefs (Emil Bühlmann) und Ausbildungschefs
(Ralph Böhm).
1989
Hans G. Sulzer AG wird erster Vereinssponsor. Gleichzeitig erhalten
die Athleten ein neues Wettkampftenue, mit dem sie an den kantonalen
Staffelmeisterschaften -auch sportlich - für Aufsehen sorgen.
Ein Sekretariat zur Entlastung des Vorstandes wird eingeführt.
1990
Unter dem OK von Martin Graf und Ernst A. Müller werden im
Sommer die Schweizer-meisterschaft im Mehrkampf der Frauen und im
Herbst die SVM-Abstiegsrunde durchgeführt.
Trotz Heimvorteil steigen die Damen wieder in die Nationalliga B
ab.
Dank dem Nachwuchsförderpreis - gestiftet durch die Schaffhauser
Regiobanken - können die talentiertesten TeilnehmerInnen des
«Bölle» und «Bsetzi» mir der Einladung
in ein Trainingslager nach Sion (später nach Italien) speziell
gefördert werden.
1991
Nach dem überstürzten Rücktritt von Daniel Häfelin
im April bleibt das Amt des Präsidenten zwei Jahre vakant.
Hansjörg Wirz beginnt seine Internationale Funktionärskarriere,
er wird ins Council des Europäischen Leichtathletikverbandes
(EAA) gewählt.
1992
Die Männer machen mit dem Kantonalrekord über 4 x 100
m von sich reden.
Die im LCS grossgewordene, später noch Winterthur und Basel
gezogene Simone Meier qualifiziert sich über 800 m für
die Olympischen Spiele in Barcelona.
1993
Aufstieg der Männermannschaft unter Coach Hansjörg Wirz
in die Nationalliga C der SVM.
Sechs Athletlnnen, darunter mehrere Nachwuchs-Schweizermeister,
wechseln von der LA Neuhausen zum LCS.
Erstes Ehemaligentreffen organisiert durch Doris Carpinelli und
Gabi Schedler lockt 40 LCS-ler an, die von den guten alten Zeiten
und heutigen Erlebnissen erzählen.
1994
Vereinssponsor Hans G. Sulzer AG verlängert Vertrag bis 1999.
1995
23 Jahre nach dem letzten Schweizermeistertitel eines LCS-lers bei
den Männern gewinnt Philipp Rist den Titel über 10000
m.
Erneuter Aufstieg der LCS-Damen in die Nationalliga A.
Auf der Munotsportanlage wird eine neue Dreifachhalle eingeweiht,
die einen Kraftraum enthält, und die der LCS mitbenutzen darf.
Hansjörg Wirz wird als Finanzchef in den Vorstand der EAA gewählt.
1996
Das Präsidium wird mit dem Duo Katrin Huber, Nunzio Fidacaro
und dem Stellvertreter Markus Knoll besetzt. Das 50-Jahr-Jubiläum
wird mit einem festlichen Akt auf der Munotzinne, einem sportlichen
Teil (Munotmeeting mit internationaler Beteiligung) und einer Abendunterhaltung
gebührend gefeiert.
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 Zwei Schaffhauser Sportgrössen der 50er Jahre: EM-Teilnehmer und Marathonschweizermeister Hans Studer (vorn) und 400m Schweizermeister Otti Eichenberger beim gemeinsamen Einlaufen auf der Emmersberganlage.

 Kurt Joho egalisierte in Friedrichshafen über 100m den Schweizerrekord von 10,4 Sekunden, doch an die Olympiade 1960 in Rom wurde er von den Selektionären nicht zugelassen.

 Für den Bau der langersehnten Aschenbahn legten alle LCS-ler tatkräftig Hand an: auch Schweizermeister Otti Eichenberger mit Pickel und Arlette Küng an der Schubkarre.


Perfekte Übergabe von Vrene Schoch an Meta Atenen; der Traum vom ersten gemeinsamen Schweizermeistertitel wird wahr.


Fredi Keller, 12 Jahre lang Technischer Leiter
im LCS, mit seinen Schützlingen: (stehend von links) Georg Schnellenberg, Otti Eichenberger, Trainerkollege Jack Müller, Fredi, Hansjörg Wirz, Alex Ringli; (kniend) Alois Bachmann, Hans Braun, Manfred Neuenschwander, Robi Schetty.


Schneller als die Nationalmannschaft:
Die LCS-Staffel mit Meta Antenen, Doris Weber, Isa Lusti und Doris Capinelli nach dem Gewinn des Schweizermeistertitels 1974.


Auch in den 90er Jahren gehören die LCS-lerinnen zu den Spitzenmannschaften in der Schweiz.


LCS-Nachwuchs einmal mehr in Front, die Folge eines konsequenten Aufbaus.


Käthi Sutter, einst Nervenbündel, seit 1992 sichere Medaillensammlerin an Schweizermeisterschaften und 2001 auch Bobweltmeisterin.


Hoffnungsvolle LCS-Mitglieder im neuen
Trainingsanzug im Jubiläumsjahr 1996. |